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Termine/ Aktuelles

Auch wir, der Ortsverband Altenkirchen, distanzieren uns vom
Inhalt des Leserbriefs der Mitarbeiterin des Ortsverbandes
Betzdorf vom 31.03.2012  und vertreten die Meinung des Landes-
und Bundesverbandes. Hierzu deren Pressemitteilung:

Pressemitteilung vom 25.04.2012

Leserbrief einer Mitarbeiterin des Kinderschutzbund-Ortsverbandes Betzdorf zum Thema ADHS provoziert betroffene Eltern und Leser

Bundesverband und Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Kinderschutzbundes nehmen Stellung

Landau. In der Mainzer Rheinzeitung vom 25.04.2012 gab es viele Reaktionen auf den Leserbrief einer Mitarbeiterin des Kinderschutzbund Ortsverbandes Betzdorf vom 31.03.2012.

Christian Zainhofer, Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Kinderschutzbundes und Mitglied im Bundesvorstand des Kinderschutzbundes: „Wir teilen die Meinung der betroffenen Eltern, dass der Artikel in dieser Form und mit diesen Aussagen eine subjektive Meinung einer Mitarbeiterin des OV Betzdorf widerspiegelt und keine fachliche Stellungnahme unseres Verbandes darstellt“.

Es werde zutiefst bedauert, dass der Eindruck entstanden ist, dass ADHS ausschließlich durch ein entsprechendes Erziehungsverhalten behoben werden kann. Im DKSB ist man überzeugt, dass die Hilfe für betroffene Kinder und Eltern nur im Zusammenwirken aller (auch verschiedener Professionen) gelingen könne. Jedes Kind mit einer diagnostizierten ADHS zeigt typische Verhaltensweisen, die es erfordern, ein individuelles Behandlungs- und Hilfekonzept zu entwickeln. Als hilfreich habe sich, so Dipl. Psychologin Ingrid Pirker vom Ortsverband Mainz, häufig die Kombination medizinischer Betreuung, therapeutischer Gruppentrainings für Kinder sowie Beratung für die Familie aber auch Elternkurse als Hilfsangebote erwiesen, um die alltäglichen Anforderungen zu meistern.

In diesem Rahmen könne die mangelnde Impulskontrolle der Kinder z.B. durch verhaltenstherapeutische Interventionen aufgegriffen werden und durch Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining werde eine Unterstützung für Kinder möglich, damit diese die Anforderungen auch im Schulalltag bewältigen. Trainingsverfahren, die das Selbstmanagement der Kinder fördern, sind weitere Hilfen für betroffene Kinder, um die typischen Krisenzeiten – morgens, mittags, abends – zu bewältigen.

Im Deutschen Kinderschutzbund und hier besonders auch in den Beratungsstellen, werde, so Ingrid Pirker weiter, häufig die Erfahrung gemacht, dass Eltern der betroffenen Kinder mit überaus hohem Einsatz diese Herausforderungen meistern und auch meistern wollen. Diese Leistung wird vom Umfeld jedoch häufig verkannt.

„Eltern in Ihrer Rolle und Verantwortung zu unterstützen, ihnen Hilfestellung bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben im Alltag zu bieten und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Eltern und Familien, diese Aufgaben bewältigen können, ist vorderstes Ziel unseres Verbandes“, so Christian Zainhofer, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz.

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